Das Impingementsyndrom

Zu den häufigsten Ursachen der Schulterschmerzen zählt das Impingementsyndrom (Englisch für “einklemmen“, auch Engpass-Syndrom genannt).
Damit verbunden ist eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung des Schultergelenkes. Betroffen sind Männer und Frauen gleichermaßen. Häufig daran erkrankt sind Menschen, die verstärkt mit den Armen Bewegungen über Kopf ausführen, z. Bsp. Schwimmer, Handballer, Volleyballer und Bodybuilder. Ebenso betroffen sind immer wieder Menschen, die bei ihrer Arbeit solche Bewegungen verrichten müssen, z. Bsp. Maler, Elektriker, Handwerker. In der täglichen Praxis sehe ich aber auch regelmäßig Patienten, die nicht unbedingt zu den oben genannten „Risikogruppen“ gehören.

Es lassen sich im Wesentlichen zwei Formen unterscheiden:
Bei der funktionellen Form kommt es zu einer Störung der Steuerungsfunktion der antreibenden Muskulatur (Rotatorenmanschettenmuskulatur).

Häufig liegt aber eine strukturelle Form vor. Bei dieser Form kommt es durch Verschleißerscheinungen zu einer Einengung des Raumes zwischen Oberarmkopf und Schulterdach (Akromion), also im Gleitraum der Sehnen der Rotatorenmanschettenmuskulatur und des sich darüber befindenden Schleimbeutels (Bursa subakromialis). Die Einengung kommt durch knöcherne Sporne, die sich mit der Zeit entwickeln, zustande.

Die betroffenen Patienten klagen meistens über Schmerzen bei der Armhebung, einige über Kraftverlust. Der Schmerz ist bei vielen nachts am intensivsten.
Die Behandlung beinhaltet am Anfang eine konsequente Schonung sowie die Vermeidung der schmerzauslösenden Tätigkeiten. In manchen Fällen ist die Medikamentenverabreichung (oral oder als gezielte Spritze) notwendig. Krankengymnastik hilft häufig durch Verbesserung der Oberarmzentrierung vor allem bei der funktionellen Form bzw. bei geringer Ausprägung der Enge unterhalb des Schulterdaches.
Eine operative Therapie kann bei der strukturellen Form beim Ausbleiben einer Linderung durch konservative Therapie nötig sein. Bei einer knöchernen Einengung des Raumes unterhalb des Schulterdaches kann (in der Regel endoskopisch) eine Erweiterung dieses Raumes durchgeführt werden. Vor allem bei älteren Patienten mit ausgeprägter Enge durch großer Spornbildung findet man häufig – neben der ausgeprägten Enge – auch gleichzeitig eine Schädigung der Rotatorenmanschette, vorrangig der Supraspinatussehne.
Die Erfolgsaussichten dieses Eingriffes sind bei korrekter Indikationsstellung sehr gut.

Intakter Innenmeniskus

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